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Glossar

Andere Kollektivhaushalte
Typus innerhalb der eigentlichen Kollektivhaushalte. Zu den anderen Kollektivhaushalten zählen:
  1. Gastgewerbebetriebe wie Hotels, Hotel- und Kurbetriebe, Aparthotels, Gasthäuser, Pensionen oder andere Beherbergungsbetriebe, sowie Zelt- und/oder Wohnwagenplätze und Gruppenunterkünfte. Diese sind dann keine Kollektivhaushalte, wenn das Betriebspersonal (z.B. der Hoteldirektor) eigene private Haushalte führt und keine Dauergäste beherbergt werden.
  2. Sonstige Kollektivhaushalte wie Bauarbeiterbaracken, Arbeiterwohnheime oder Gemeinschaftsunterkünfte für Asylsuchende etc.
Anstalten
Zu diesem Typus innerhalb der eigentlichen Kollektivhaushalte gehören folgende Haushaltsformen:
  1. Institutionen des Straf- und Massnahmenvollzugs (eigentliche Strafanstalten, Untersuchungsgefängnisse, Jugendstrafvollzugseinrichtungen etc.);
  2. Internate oder Wohnheime von Bildungseinrichtungen (Internate, Studenten-, Schüler- oder Lehrlingsheime, Erziehungsheime);
  3. Krankenanstalten, Heilstätten, Spitäler (Allgemeinkrankenhäuser, Spezialkliniken, psychiatrische und geriatrische Kliniken);
  4. Heime der Wohlfahrtspflege (Alters- und Pflegeheime, Institutionen für Behinderte und solche für Suchtkranke, Heime für psychosoziale Fälle, Kur- und Erholungsheime, Heime für Kinder und Jugendliche, Waisenhäuser, sonstige Wohnheime und therapeutische Wohngemeinschaften);
  5. Klöster, Ordenshäuser und Unterkünfte religiöser Vereinigungen (Katholische, evangelische, freikirchliche Institutionen, Unterkünfte anderer religiös-weltanschaulicher Gruppen).
Eine grosse Anstalt kann sich, zumal wenn sie in mehreren Gebäuden untergebracht ist, aus mehreren Kollektivhaushalten zusammensetzen.
Ehepaare (Ehepaarhaushalt)
Ehepaare werden aufgeschlüsselt nach solchen mit respektive ohne Kinder. Ehepaarhaushalte ohne Kinder umfassen Ehepaare vor der eventuellen Familiengründung und solche, deren Kinder das Elternhaus verlassen haben ("empty nest").
Eigentliche Kollektivhaushalte
Weil in der Volkszählung 2000 die Personen in Sammelhaushalten sehr zahlreich sind, die Zahl und Grösse dieser Haushalte aber ohne jede Bedeutung ist, wird in verschiedenen Tabellen von eigentlichen Kollektivhaushalten gesprochen, d.h. den Kollektivhaushalten ohne die Sammelhaushalte.
Einpersonenhaushalte
Eine erste Differenzierung der Privathaushalte unterscheidet einerseits zwischen Einpersonenhaushalten und andererseits Mehrpersonenhaushalten. Eine in einer Wohnung allein lebende Person bildet einen Privathaushalt für sich, einen so genannten Einpersonenhaushalt. Im Unterschied zu früheren Zählungen gehören die Einpersonenhaushalte seit 1990 nicht mehr zu den Nichtfamilienhaushalten, sondern bilden eine eigene Kategorie.
Familienhaushalt
Haushalt mit mindestens einem Familienkern, welcher aus einem (verheirateten oder unverheirateten) Paar mit oder ohne Kind(er), einem Elternteil mit Kind(ern) oder einer erwachsenen Person mit seinen Eltern oder einem Elternteil bestehen kann. Es handelt sich um eine Hauptkategorie der Mehrpersonenhaushalte. Familienhaushalte gliedern sich in folgende Haupttypen:
  1. (Ehe-)Paare ohne Kinder;
  2. (Ehe-)Paare mit Kind(ern);
  3. Elternteile mit Kind(ern) = Einelternhaushalte
  4. Einzelpersonen mit Eltern(teil)
Familienhaushalte werden von der Volkszählung im Prinzip seit 1920 ausgewiesen, allerdings wurden die Kategorien 1920 noch etwas anders gruppiert. Familienhaushalten können weiter danach unterschieden werden, ob weitere Personen (nicht zur Kernfamilie gehörende Personen) zum Haushalt gehören oder nicht.
Haushalt
Die Haushalte werden unterschieden nach Privat- und nach Kollektivhaushalten. Privathaushalte sind entweder Einpersonen- oder Mehrpersonenhaushalte. Die Mehrpersonenhaushalte werden wiederum unterteilt in Familienhaushalte und Nichtfamilienhaushalte. Familienhaushalte sind Privathaushalte mit mindestens einem Familienkern. Als Familienkern gilt ein Vorstands(-Ehe-)Paar (mit oder ohne Kinder), ein Vorstand (ohne Partner) mit Kind(ern) oder ein solcher mit Eltern (bzw. einem Elternteil). Bei den Paarhaushalten wird zwischen Ehepaaren und Konsensualpaaren unterschieden.
Die Haushalts- und Familienstatistik im Rahmen der Volkszählung wird seit 1920 erstellt (ohne Zählungen von 1941 und 1950). Alle publizierten Haushaltstabellen stützen sich auf den wirtschaftlichen Wohnsitz der Personen ab. Standardmässig erfolgen Auswertungen nach Typ und Grösse der Haushalte.
Kollektivhaushalte
Als Kollektivhaushalte gelten Personen und Personengruppen, die keinen eigenen Privathaushalt führen. Personen in Kollektivhaushalten gehören entweder zum "Personal", zu den "Pensionären" (Insassen), oder zu den "übrigen Personen" (z.B. Kind einer Studentin im Studentenwohnheim). Hier unterscheiden wir zwischen eigentlichen Kollektivhaushalten einerseits und den Sammelhaushalten andererseits.
Konsensualpaare (Konsensualpaarhaushalte, Nichteheliche Lebensgemeinschaften)
Zwei nicht miteinander verwandte oder verheiratete Personen unterschiedlichen Geschlechts mit oder ohne Kinder, die - mit oder ohne weitere Personen - einen gemeinsamen Haushalt führen. Konsensualpaare werden seit 1980 erfasst. Aufgrund von Abgrenzungsproblemen (z.B. gleichgeschlechtliche Paare, Wohngemeinschaften) dürfte diese Haushaltsform tendenziell unterschätzt werden.
Mehrpersonenhaushalte
Eine erste Differenzierung der Privathaushalte unterscheidet einerseits zwischen Einpersonenhaushalten (alleine lebende Personen) und andererseits Mehrpersonenhaushalten. Leben mehrere Personen in der gleichen Wohnung, bilden sie zusammen einen Mehrpersonenhaushalt. Zu den Mehrpersonenhaushalten werden die Familien- und die Nichtfamilienhaushalte gerechnet.
Nichtfamilienhaushalte
Die Nichtfamilienhaushalte gliedern sich in solche mit verwandten Personen und jene, die sich nur aus einander nicht verwandten Personen zusammensetzen.
Ein Geschwisterhaushalt ist im Sinne der Volkszählung ein Nichtfamilienhaushalt. Unter den Nichtfamilienhaushalten figurieren auch die gleichgeschlechtlichen Paare (mit oder ohne weitere Personen). In Anbetracht der gesellschaftlichen Entwicklung sollten diese Haushalte unter die Familienhaushalte eingereiht werden. Indessen erfolgte diese Einordnung im Jahr 2000 aus Gründen der Vergleichbarkeit mit früheren Volkszählungen noch nicht. Wie die Familienhaushalte können auch Nichtfamilienhaushalte von Verwandten danach unterschieden werden, ob weitere Personen zum Haushalt gehören oder nicht.
Paarhaushalt
Bei den Paarhaushalten wird zwischen Ehepaaren und Konsensualpaaren unterschieden. Konsensualpaare sind Paare, die aufgrund der Selbstdeklaration in einer eheähnlichen Gemeinschaft leben und nicht miteinander verheiratet sind.
Privathaushalte
Privathaushalte bestehen aus allen in der gleichen Wohnung zusammenlebenden Personen. Einen Privathaushalt bilden somit Angehörige einer Familie und alle weiteren Personen, die bei ihr wohnen (z.B. Hausangestellte, Gewerbegehilfen, Pensionäre, Dauergäste, Pflegerinnen). Auch in der gleichen Wohnung lebende und miteinander nicht verwandte Personen bilden einen einzigen Haushalt. Eine in einer Wohnung allein lebende Person bildet ebenfalls einen Privathaushalt für sich. Bis zur Volkszählung 1990 stellten Untermieter eigene Privathaushalte dar. In der Volkszählung 2000 gehören sie neu zum Haushalt des Vermieters. Es gibt auch keine Privathaushalte mehr, die sich über mehrere Wohnungen erstrecken. Diese Haushaltsdefinition der Volkszählung 2000 entspricht dem international gebräuchlichen Household dwelling concept.
Sammelhaushalte
Die Sammelhaushalte sind ein Typus der Kollektivhaushalte. Die Volkszählung unterscheidet mehrere Formen von Sammelhaushalten: In jeder Gemeinde wurde ein Sammelhaushalt definiert für jene Personen, die in der Gemeinde ausschliesslich zivilrechtlichen Wohnsitz haben (häufigster Fall: Gemeindebürger, die auswärts im Alters- oder Pflegeheim leben, ihre Schriften und Bürgerrechte aber in der betreffenden Gemeinde behalten). Dieser Typus ist für die verwendeten Tabellen nicht von Belang, da die Auswertungen ausschliesslich auf den wirtschaftlichen Wohnsitz fussen.
Die drei weiteren Sammelhaushaltstypen betreffen dagegen ausschliesslich physisch anwesende Personen:
  1. ein Typus ist bestimmt für Obdachlose und Fahrende (in mobilen Unterkünften),
  2. ein Typus betrifft Personen, deren Wohngebäude bzw. Adresse nicht bekannt war,
  3. ein Typus betrifft Personen, deren Adresse zwar bekannt war, aber nicht, welcher Wohnung bzw. welchem Haushalt innerhalb des Gebäudes sie angehören.
Weil in der Volkszählung 2000 die Personen in Sammelhaushalten sehr zahlreich sind, die Zahl und Grösse dieser Haushalte aber ohne jede Bedeutung ist, werden die Sammelhaushalte von den eigentlichen Kollektivhaushalten unterschieden.
Wohnsitz
Da eine Person mehrere Wohnsitze haben kann, wird bei den Volkszählung 1990 und 2000 dem Unterschied zwischen wirtschaftlichem und zivilrechtlichem Wohnsitz Rechnung getragen:
  1. Als wirtschaftlicher Wohnsitz einer Person gilt die Gemeinde, in der sie während des grössten Teils der Woche wohnt, deren Infrastruktur sie beansprucht und von der aus sie den Weg zur täglichen Arbeit oder zur Schule aufnimmt.
  2. Als zivilrechtlicher Wohnsitz einer Person schweizerischer Nationalität gilt die Gemeinde, in der sie mit dem Heimatschein angemeldet ist und die Steuern bezahlt. Bei ausländischen Staatsangehörigen handelt es sich um die Gemeinde, die ihnen die entsprechende Bewilligung ausgestellt hat.
In den meisten Fällen stimmen zivilrechtlicher und wirtschaftlicher Wohnsitz überein. Personen, für die dies nicht zutrifft, sind beispielsweise Heiminsassen, Internatsschüler oder Wochenaufenthalter, d.h. Personen, die unter der Woche in der Nähe ihres Arbeits- oder Ausbildungsortes wohnen (wirtschaftlicher Wohnsitz) und am Wochenende nach Hause fahren (zivilrechtlicher Wohnsitz).
Für die Hauptergebnisse der Volkszählung ist gemäss Verordnung über die eidgenössische Volkszählung 2000 vom 13. Januar 1999 die Wohnbevölkerung gemäss wirtschaftlichem Wohnsitz massgeblich. Allen Tabellen, bei denen nichts anderes vermerkt ist, liegen Ergebnisse der Wohnbevölkerung gemäss wirtschaftlichem Wohnsitz zu Grunde.

Technische Beschreibung der Aufrufparameter

Anwendungsparameter

app= Tabellencode für Typologie, mögliche Werte a, b, ..., g.

type= Zählmethode, also "Anzahl Haushalte", "Anzahl Personen in den Haushalten". Mögliche Werte sind m, p. Defaultwert ist m.

qmode= Tabellenart, wobei x: gespiegelte Tabellen mit Komparator (rosa), ch: sortierbare Analysetabelle (blau),

Formular "Geografische Einheiten vergleichen"

div= Code der Klassierung / Raumgliederung. Mögliche Werte zB kt00, pg00, gk00-12.

div2= Code der Klassierung / Raumgliederung für Vergleichsabfrage

id=, id2= Regions-IDs (BFS-Codes) für Suche resp. Vergleichsabfrage.

alt=, alt2= Regions-IDs aus Auswahlliste, überschreiben id resp. id2.

comp=1 Vergleichregion zeigen.

compch=1 Werte für die Schweiz anzeigen (Komparator).

"Compact ID Descriptor"

cid= Kompakte Liste der im Komparator zu zeigenden Regionen, Einträge haben die Form ID/div (=ID+Slash+Divcode), die Einträge sind durch Komatas voneinander getrennt. Einträge ohne Divcode erhalten die gleiche Klassierung / Raum­gliederung wie der erste Eintrag, Default-Divcode ist ag00. Beispiel mit 6 Regionen: cid=66/pg00,67,68,8100,112,230/ag00. Die Länge ist auf 10 Einträge beschränkt, die Werte überschreiben die vorangehenden Parameter zum Formular "Geografische Einheiten vergleichen".

Darstellungsparameter

lang= Sprache, mögliche Werte sind de, fr, it, en. Defaultmässig wird der Wert aus den Browsereinstellungen des Benutzers übernommen. Der Wert wird in einem Cookie gespeichert. Diesen Parameter nur für erzwungene Sprachumschaltung setzen.

plen= Seitenlänge, eigentlich Anzahl der Zeilen in der Haupttabelle. Spezielle Bedeutung haben die Werte 0: ganze Tabelle zeigen, 1: Standard-Tabelle inkl. Leerzeilen. Dieser Wert wird ebenfalls in einem Cookie gespeichert.

page= Seitennummer für lange Tabellen mit Seitenumbruch. Defaultwert ist 1 für die erste Seite.

col= Sortierspalte, 1: sortieren nach ID, 2: sortieren nach Name, 3: sortieren nach erster Datenspalte, usw. Umgekehrte Sortierreihenfolge bei negativen Werten. Defaultwert ist 3.

excel=1 Exportflag, Seite wird ohne Navigationselemente angezeigt, ermöglicht Datenimport in Excel.

Hilfsparameter

q=1 Abfragemaske erzwingen.

ch=1 direkte Abfrage für die gesamte Schweiz, Eingaben der dritten Spalte ignorieren